Infos zum Coronavirus

Sollten Sie denken, dass bei Ihrem Kind der Verdacht auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus (Covid-19) besteht, dann kommen Sie NICHT in unsere Praxis. Besprechen Sie telefonisch mit uns das Vorgehen. Für sich selbst konsultieren sie bitte entsprechend Ihren Hausarzt.
Danke für Ihr Verständnis !

Fragen werden Ihnen auch am Bürgertelefon des Gesundheitsministeriums beantwortet:
030-346 465 100 oder 0800-011 77 22 (Mo-Do: 8-18 Uhr, Fr: 8-12 Uhr)

Unten nachfolgend finden Sie in leicht abgewandelter Form ein Dokument mit Stand vom 11.03.2020 von Jana Kötter vom Hausärzteportal mit wichtigen Informationen zum Coronavirus.
Das Original (inklusive aller Links) können Sie hier downloaden:
Coronavirus_Patienteninfo_1103 [77 KB]

Was ist das Coronavirus?

Seit Dezember 2019 sind in China Fälle von Atemwegserkrankungen durch ein neuartiges Coronavirus (SARSCoV-2) aufgetreten. Die Erkrankung (Covid-19) hat sich
mittlerweile auch in anderen – europäischen – Regionen ausgebreitet.
Nach rund 2-14 Tagen (meist nach 5-6 Tagen) können Beschwerden auftreten, die an eine Grippe oder eine Erkältung erinnern:
• Fieber
• Husten
• Atemnot
• Hals-schmerzen oder -kratzen
Es wird von Mensch zu Mensch übertragen. Der Hauptweg ist wahrscheinlich eine Tröpfcheninfektion wie „Anniesen/Anhusten, feuchte Aussprache“ bei längerem, engem
Kontakt (ca. 15 Min., < 2m Abstand). SARS-CoV-2 ist ein behülltes Virus, das empfindlich auf Austrocknung reagiert. Daher gehen Virologen derzeit davon aus, dass die
Übertragung – etwa über Geldscheine, Türklinken o.Ä. – kaum eine Rolle spielt, weil es auf solchen Oberflächen schnell austrocknet und nicht lange überlebt. Dennoch ist
regelmäßiges Händewaschen wichtig, um die Übertragungschance zu minimieren.

Wichtig: Grippe und Coronavirus können bereits ansteckend sein, bevor Beschwerden auftreten.

Bin ich am Coronavirus erkrankt?

Eine Erkrankung sollte abgeklärt werden, wenn Sie
• akute Atemwegsbeschwerden haben
UND
• Sie bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet waren
ODER
• Sie bis maximal 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatten.

Melden Sie sich in diesem Fall sofort telefonisch beim kassenärztlichen Notdienst unter Telefon 116117, um den Weg zur Abklärung zu besprechen. Bleiben Sie zunächst zuhause, bis Sie das weitere Vorgehen besprochen haben.
Desinfizieren oder waschen (30 Sekunden!) Sie sich die Hände bei Betreten und Verlassen einer Klinik oder Praxis und halten Sie etwa 2m Abstand zu anderen Personen. Bei Verdacht vermeiden Sie auch privaten Kontakt zu anderen Personen (s.u.).

Warum sollte ich Ärzte ANRUFEN?

In erster Linie sinkt so das Infektionsrisiko für das Coronavirus und andere Erreger. Dadurch helfen Sie, Ihre Ärzte und andere Patienten zu schützen, deren körpereigene
Abwehrkräfte geschwächt sind. Dazu zählen besonders Personen über 60 Jahre und mit einer chronischen Erkrankung wie Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs. Es ist
wichtig, dass Ärzte deren „normale“ Versorgung fortführen können. Trotzdem sollen Ihre Sorgen geklärt werden! Ihre Fragen beantworten Ärzte etwa unter Tel. 116 117; bewahren
Sie Geduld. Auch für eine Krankmeldung reicht mitunter der Anruf bei Ihrem Hausarzt. Er kann Sie bei leichten Atemwegserkrankungen - wenn kein Corona-
Verdacht besteht - bis zu sieben Tage krankschreiben (gilt vorerst von 9. März bis 6. April).

Warum wird nicht jeder getestet?

Wenn Sie nicht die für Covid-19 typischen Beschwerden haben, nicht in einem Risikogebiet waren oder Kontakt mit einem bestätigten Infizierten hatten, ist ein Test aus medizinischen Gründen nicht sinnvoll.

Wie kann ich mich schützen?

Das Tragen von Schutzmasken ist zurzeit nicht sinnvoll. Allgemeine Vorsichtsmaßnahmen helfen sowohl vor der Ansteckung mit Grippeviren als auch vor SARS-CoV-2:
• häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife oder
• mit einem alkoholischen Gel (in kleinen Fläschchen im Drogeriemarkt erhältlich); möglichst nicht mit den Händen ins Gesicht fassen
• „korrektes“ Husten: Husten/Niesen mit einem Taschentuch vor Mund und Nase und entsprechendes Entsorgen im Abfalleimer ODER Husten/Niesen in den oberen Teil des Ärmels (um ständig eingesetzte Handflächen nicht zu benetzen)
• Halten Sie Abstand (etwa 2m) von erkennbar erkrankten Menschen mit Atemwegsbeschwerden.
• Mehrmals täglich 10 Minuten Stoßlüften senkt die Virenzahl in der Luft und beugt dem Austrocknen der Schleimhäute von Nase und Mund vor.
• Überlegen Sie, wie Sie besonders ältere Angehörige schützen können (z.B. Betreuung von Enkeln einschränken, Einkäufe abnehmen oder nicht zu Stoßzeiten einkaufen, Menschengruppen meiden).
Bei milden Beschwerden bleiben Sie nach telefonischer Rücksprache mit Ihrem Arzt zuhause.

Und wenn ich in ein Risikogebiet reisen will?

Von Reisen in die chinesische Provinz Hubei und ggf. in andere Landesteile / Länder rät das Auswärtige Amt derzeit ab. Informieren Sie sich vor Reiseantritt beim Auswärtigen Amt. Sollten Sie am Aufenthaltsort in einem Risikogebiet mit obigen Symptomen erkranken, rufen Sie einen Arzt an. Falls Sie auf dem Rückflug Symptome beobachten, melden Sie sich beim Bordpersonal. Bei Auftreten von Beschwerden nach einer Rückkehr von einer Reise gehen Sie vor wie unter „Bin ich am Coronavirus erkrankt?“ beschrieben.

Stand: 11.03.2020 Erstellt von: Jana Kötter
Quellen: Robert Koch-Institut (RKI), Berliner Senatsverwaltung, Hausärzteverband Nordrhein, DEGAM, dpa